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Es werden Posts vom Mai, 2021 angezeigt.

Die tapfere neue Welt

Vor mehr als einem Jahr wurde uns das beflügelte Wort der „neuen Normalität“ untergejubelt. Die meisten von uns konnten und können sich recht wenig darunter vorstellen. Seit Mitte dieser Woche wagen wir einen großen Schritt in diese vermeintlich „neue Normalität“. Einen gewissen Vorgeschmack hatten wir ja vergangenen Sommer mit großzügigen Öffnungsschritten und noch großzügigeren Warnungen vor einer nächsten Infektionswelle. Doch nun stehen wir mit einem anderen Set-up vor der nächsten Öffnungswelle. Wir haben Impfstoffe und wir können uns impfen lassen - auf freiwilliger Basis. Diese Grundlage war vergangenen Sommer noch eine „Was-wäre-wenn-Rechnung“.    Was aber ist nun wirklich diese „neue Normalität“ und was haben wir aus dieser weltweiten Pandemie gelernt? Mit Verlaub, die Pandemie ist nach wie vor da, nur haben es manche Länder und Staaten mit einer guten Gesundheitsinfrastruktur und viel Geld besser in der Hand als manch andere - sogenannte Schwellen- oder Drittweltl...

Der Stoff, aus dem das Lernen besteht

„Klar ist, wenn es die Zahlen zulassen, dann gilt der Präsenzunterricht für alle Schüler ab Mitte Mai. Klar ist, dass wir kurz vor den Sommerferien noch einmal allen Kindern einen geregelten Unterricht anbieten wollen. Unklar ist, was wir im Herbst machen.“ So oder so ähnlich könnte eine Aussage zu den bevorstehenden Plänen bezüglich der Schulöffnung für alle Kinder, lauten. Bildungsminister Heinz Faßmann hat es aber auch nicht einfach. Mit dem geplanten Regelunterricht und der Präsenzzeit an den Schulen ab dem 17. Mai haben die Schulen dann bis zu den Sommerferien genauso lange offen, wie sie danach wieder zu sind. Ok, stimmt nicht ganz. Acht Wochen Schule und dann wieder neun Wochen Sommerferien. Von den acht Wochen gibt es noch zwei Feiertage und wenn die Schüler Glück haben noch einen zusätzlichen Fenstertag als schulautonomen Tag. Schularbeiten sind alle geschrieben, Notenvergabe ist weitgehend abgeschlossen. Was soll man jetzt in den acht Wochen jeden Tag mit den Sc...

Wo sind die Grenzen?

Sowohl die Medienmacher als auch die Konsumenten sind sich bei immer wiederkehrenden Umfragen zu den Inhalten von Nachrichten einig: Es gibt viel zu wenig gute Nachrichten. Das stimmt! Ausgewogen wäre besser, aber hier eine Balance zu finden, ist verdammt schwer. Gerade die letzten Berichte in den vergangenen Wochen über Gewaltausübung, Gewaltverbrechen und Gewaltverherrlichung zeigen das Ausmaß einer vielschichtigen Dimension, die uns womöglich gar nicht klar oder bewusst ist. Die Spitzen des berühmten Eisbergs in Form von Frauenmorden, Kindesmisshandlungen und Tierquälerei sind uns nur dann bekannt, wenn sie gemeldet werden. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert Gewalt wie folgt: Der absichtliche Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichem Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehle...